Smile


Schade, dass mit House so viel Unfug getrieben wird. Es gäbe so feine Tunes in diesem Genre.

Playlist Dub&Tea I

Playlist vom Dub&Tea No. I (die linke Seite vom B2B-Mix):

  1. Peter D – Jah Pure & Clean
  2. The Upsetters – Keep on Moving
  3. Lee “Scratch” Perry – Dreadlocks in the Moonlight
  4. The Revolutionaries – Thompson Sound Incorporated
  5. The Observers – One Train Load of Dub
  6. Gussie P & Mad Professor – Cooling Out Dub (Mad Professor Remix)
  7. The Revolutionaries – Headache
  8. The Mighty Two – Hully Gully Rock
  9. The Mighty Two – Chapter 3
  10. The Hardy Boys – Black Out
  11. Prince Jammy & The Aggrovators – Out of Order (Dub)
  12. Scientist & Roots Radics – Time is Cold (Dub)
  13. Mikey Dread – Industrial Spy
  14. Joe Gibbs & The Professionals – Rockers Dub
  15. Clancy Eccles All Stars – Uptown Shuffle Dub
  16. King Tubby & Lee “Scratch” Perry – V/S Panta Rock
  17. Gregory Isaacs’ All Stars – Leggo Beast
  18. Prince Far I & The Arabs – Foundation Stepper
  19. Thievery Corporation – The Outernationalist
  20. DubXanne – Roxanne (Dubxanne)
  21. Suns of Dub – Eastern Acoustic (feat. Addis Pablo)
  22. Ranking Joe – Money Dub
  23. JAY-Z – Bam (feat. Damian “Jr. Gong” Marley)
tbb soundsystem & dr. azrael (B2B). Foto: © Maria Sulzer

Think Big!

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Sitara

 

Mit Sibylle Canonica, Juliane Köhler, Peter Fricke, Felix Klare, Aurel Manthei, Stefan Wilkening / Komposition: Franz Hautzinger / Bearbeitung und Regie: Michael Farin / BR 2017 // Arno Schmidt zählte Karl Mays Doppelroman “Ardistan und Dschinnistan” (1907/1909), wie überhaupt dessen späte Romane und dessen einziges Drama “Babel und Bibel” (1906), zu den “merkwürdigsten Werken deutscher Zunge” und leitete aus ihm vielerlei und allerlei her. Seine Deutungen gipfelten in der grandios gescheiterten Studie “Sitara und der Weg dorthin” (1963). Wobei: auch Arno Schmidt kam vom Wege ab und verfehlte, ähnlich wie Karl May, sein selbst-gestecktes Ziel:
“Jedenfalls ist es bei diesem Ardistan & Dschinnistan so, daß man sich bis zur letzten Zeile immer noch in Ardistan befindet, das ‚& Dschinnistan‘ ist Programm geblieben; ja selbst das ‚hochinteressante‘ Zwischenland Märdistans mit der ‚Geisterschmiede‘ muß man sich aus Babel und Bibel hinzukonstruieren.”
Dieser Doppelroman – ein Bündel aus zahlreichen losen Handlungsfäden, die sich selbst auf über 1.200 Seiten nicht verknüpfen und am Ende „im Winde flattern“ – erzählt auf der Folie des Märchens von der Spiegelerde Sitara, das für Karl May den Beginn seines „eigentlichen“, allerdings nie vollendeten Werks darstellt, von der letzten Reise des Kara Ben Nemsi. Er unternimmt sie im Auftrag seiner Freundin Marah Durimeh, um den drohenden Krieg zwischen Ardistan und Dschinnistan zu verhindern. (Was ihm im Übrigen gelingt!) Seine Reise führt ihn an die Grenzen Dschinnistans, aber auch an die Grenzen seines Ichs. Jenseits davon, so heißt es, liegen die Pforten des Paradieses.
In diesen Jahren schrieb Karl May, das ist kein Zufall, zudem einen seiner aufregendsten Texte: die ‘psychologische Studie’ “Frau Pollmer” (1907) sowie seine Autobiographie “Mein Leben und Sterben” (1910), die nicht grundlos mit dem „Märchen von Sitara“ beginnt. “Ardistan und Dschinnistan” lässt sich denn auch ohne weiteres als symbolistisch überhöhte, psychologisch-theologisch aufgeladene Selbstvergewisserung eines Autors deuten, der sich seinen Jenseitsvorstellungen, sie in eindrückliche Bilder transformierend, rückhaltlos auslieferte.

via Hörspiel Pool – Bayern 2