Jäger & Sammler

Alltag in Österreich.

Am Schauplatz

Ich habe gerade “Am Schauplatz” in der ORF TV-Thek nachgeschaut. Das ist wirklich sinnvoll und ich bin froh, dass ich mir diese Milieustudie angesehen habe. Dieses Wissen trennt nämlich sehr präzise die Spreu vom Weizen.

1. JUGENDARBEIT!!!

2. Wann macht die Linke endlich wieder Sozialpolitik???

3. Strache ich ein widerlicher Opportunist. Da bedient er ganz bewusst den rechten Rand und wenn er mit ihm konfrontiert wird, ist ihm die Karriere wichtiger, als eine gerade Linie. Bei Philipp und Kevin weiß ich woran ich bin. Strache belegt, dass er an nichts anderem interessiert ist, als an Macht, Ruhm und Geld. Widerlich.

Aber echt!

Leute ich hasse das. Aber ich muss Fleischhacker leider wieder einmal Recht geben. Die kommende Wahl zum österreichischen Präsidenten mutiert zu einem demokratiepolitischen Desaster. Als Bürger der zweiten Republik habe ich die Wahl zwischen “Heifi” und “ungültig”. Nun. Ich habe seit dem Beginn meiner Wahlpflicht noch keine Wahl ausgelassen und ich habe noch niemals “ungültig” gewählt und es ist mir auch zutiefst zuwider daran auch nur zu denken.

Aber! Soll ich der Sozialdemokratie für 20 Jahre nichts tun wirklich meine Stimme schenken? Soll ich sie wirklich dafür belohnen, dass sie zunächst ihre Prinzipien verraten, es eingesehen aber nicht korrigiert und jetzt seit fast 10 Jahren nur so lauwarm dahinpritschelt? Nein, das kann es nicht sein! Werte Freunde: Politik ist kein Job. Das Amt des Bundespräsidenten ist kein Zuckerl für verdiente Parteisoldaten, die ihr ganzes Leben lang brav waren.

Von einem Arbeitnehmer kann ich nicht erwarten, dass er gegen den Strom schwimmt, weil damit würde er tagtäglich seinen Arbeitsplatz riskieren. Aber Politik verlangt im 21. Jhdt kontinuierlichen Widerstand und das “Jobprofil” eines Politikers heißt, täglich seine Wiederwahl auf’s Spiel zu setzen. Ich bin echt verzweifelt über die Lage der österreichischen Innenpolitik, weil es keine Vision gibt, für die man sich ruhigen Gewissens einsetzen kann, sondern man kann sich nur aussuchen, was mich unter den vielen ätzenden Störfaktoren einfach so am wenigsten kratzt. Jetzt Horror und bei der Wienwahl sieht es ja auch schon so aus.