Jäger & Sammler

Rising atheism in America puts 'religious right on the defensive' | World news | The Observer

Kosmin said the attention paid by politicians and the media to religious groups was not necessarily a sign of strength. “When religion was doing well, it did not need to go into politics. Secularity of our population and culture is obviously growing and so religion is on the defensive,” he said.

Befreiungstheologe Jose Comblin in Brasilien gestorben - news.ORF.at

Comblin habe sein Leben dem Volk und der Kirche Lateinamerikas gewidmet, sagte Beozzo. Mit ihm verliere die Kirche einen „Meister und unruhigen, fordernden Führer“. Die in Lateinamerika entwickelte Befreiungstheologie sieht in der Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten eine wichtige Aufgabe der Kirche. Ihre Vertreter gerieten immer wieder in Konflikte mit Herrschenden und auch konservativen Kirchenkreisen.

"Die Annahme einer Universalgrammatik wird von verschiedenen Seiten in Frage gestellt, ganz besonders von Daniel Everett. Seine ursprüngliche Aufgabe, die Pirahã für den christlichen Glauben zu gewinnen, ist ihm nicht gelungen. Stattdessen hat er durch die Gespräche mit den Pirahã seinen eigenen Glauben verloren und wurde zum Atheisten. Mit den Pirahã ist er bis heute freundschaftlich verbunden."
"Die den Christen im Vaterunser aufgetragene Heiligung des Gottesnamens schließt nach Auffassung der Römisch-katholischen Kirche auch den Respekt vor der jüdischen Tradition ein, den Gottesnamen nicht auszusprechen. So erteilte Papst Benedikt XVI. am 29. Juni 2008 eine Anweisung an alle Bischofskonferenzen, die zugleich als Bitte an alle Kirchen formuliert war, den Gottesnamen nicht mehr in Liturgie, Gebeten oder Kirchenliedern zu verwenden."

Ernst Bloch – Wikipedia

“Nur ein Atheist kann ein guter Christ sein, nur ein Christ kann ein guter Atheist sein.”

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Der Mönch und Denker Dôgen, der in Japan im 13. Jahrhundert gelebt hat, zeigt, dass das Verweilen im Augenblick zu einem Lebensweg gehört, dem “Aufbruch zum Weg des Herzens”. Kennzeichen dieses Weges ist das Erwachen zur Gemeinschaft.

"Ich spreche nicht gegen Prostitution. Ich setze mich dafür ein, dass Prostitution als ein legaler und anerkannter Beruf da ist. Und dann sollen die Leute auch dazu stehen. Beim Thema Prostitution wird alles heimlich gemacht, deshalb kann da auch Menschenhandel stattfinden. Und alle leugnen, dass sie zu Prostituierten gehen. Da muss man doch ehrlich sein. Es gibt Menschen, die eine besondere Form der Sexualität leben wollen. Da sollen die auch dazu stehen und sich nicht heimlich Frauen aus anderen Ländern als Sklavin hierher holen oder in diese Länder gehen und sie dort ausbeuten - und dann keine Verantwortung für sie tragen. Diese Männer leben ihre Sexualität auf Kosten anderer Menschen. Es gibt da eine Ernsthaftigkeit, die wir beim Thema Prostitution reinlegen müssen."

Teile und herrsche!

Ich muss wieder einmal über den Zustand unserer Gesellschaft motzen. Es passieren einfach zuviele Entwicklungen, denen man scheinbar ohnmächtig gegenübersteht und auch genau diese Aussage zeigt wieder einmal, worum es heutzutage geht: Wenn man nämlich von individueller Ohnmacht spricht, dem Gefühl, nichts verändern zu können, muss man sich den Vergleich zur RAF gefallen lassen, als ob es in der politischen Auseinandersetzung gegen die Reaktion nur ein Mittel gäbe. Das Scheitern der Linken gilt immer als Argumentationslinie gegen “linkes” Weltverbesserungsbedürfnis und das ist ein kotzübler Zustand unserer Gesellschaft. Da spricht die Rechte dann sogar vom “linken Mainstream”. Wie bitte? Wo? Die sehen Gespenster. Wisst Ihr überhaupt was “linker Mainstream” wäre? Sehe ich keine Armut, keine Ausbeutung, keinen Rassismus, keinen Sexismus, keine Elitenbildung, keine Elitenbevorzugung, keine Cliquenprotektion, keine soziale Ungerechtigkeit, keine Dummheit in unserem Land? Das wäre linker Mainstream! Ich sehe nichts davon und trotzdem hält sich diese Argumentationslinie in reaktionärer Publizistik wie eine Zecke am Leben. Allein schon der Hauch von Solidarität kommt in den Verruf eines unverbesserlichen utopischen Krankheitsbildes. Wicked. 

Und überhaupt. Was soll dieses “Mainstream” - Dissen? Glaubt wirklich irgendjemand dieser “Besseren”, dass er mehr wert wäre als der “sich im Mainstream befindliche”. Dieses Bashing ist unerträglich, arrogant und “es” merkt nicht einmal, dass dieses vermeintliche “Eliten”-Ding ein wunderbares Gängelband der herrschenden Verhältnisse ist. “Das sich über die anderen stellen” ist die wahre Sklaverei, weil sie ermöglicht den Kampf mit der wirksamsten Waffe unserer gegenwärtigen perfiden Doktrin: Teile und herrsche. Ups, es kommt mir doch nicht bekannt vor?

Sich “nicht über die Masse zu stellen” bedeutet kein Anbiedern und keine Unterwerfung, es geht nur um das Prinzip einer Solidarisierung und der notwendigen Erkenntnis, dass wir uns nur selber unserem Glück im Wege stehen. Es wird sich nichts ändern, wenn wir unser Schicksal nicht in unsere Hand nehmen und es gibt niemanden, der es unwert wäre, nicht auf unsere Hilfe zählen zu dürfen. Irgendwie habe ich langsam den Verdacht, dass der glückliche Umstand des Rückzugs der Religionen doch wirklich zu dem Fakt geführt hat, dass mit ihr auch jegliches Bewusstsein für Ethik verloren gegangen ist. Ein post-imperiales Dekadenz-Phänomen. Gab es ja auch schon des öfteren. Glaubt wirklich irgendjemand, dass man sich der historischen Logik entziehen könnte und sich einfach so als Fettauge auf der Suppe der Weltgeschichte dem Geschehen und vor allem auch der Verantwortung entziehen könnte? Das ist grenzenlose Naivität! Denn am Schluss - und das ist die so überaus herrliche Ironie der Natur der Dinge - sind alle Menschen im gleichen Maße jämmerliche Angsthasen vor der Sichel des Todes. Mainstream oder nicht, jeder wird gleich behandelt werden. Da legt sich doch gleich die Wut und die innere Ruhe kehrt wieder ein. Amen.

Metaphysik

Der Frühling treibt mich immer zu metaphysischen Spekulationen. Es liegt wohl an der Nähe meines Geburtstages, an Ostern und an der Überwindung des Winters. Wenn ich das Durchschnittsalter männlicher, weißer Europäer so betrachte, bin ich fast an der Hälfte meines Lebens angelangt. Jedenfalls aus der Außenperspektive. Innen fühle ich mich überhaupt nicht so. Mehr so wie Anfang Zwanzig, in dem Stil von “hab’ noch alles vor mir” und nicht “sollte schon etwas geschafft haben”. Ein interessantes Gefühl. Man könnte jederzeit sterben. Die Tatsache erschreckt mich nicht besonders, weil ich aus dem Studium der Religionen und der Philosophie vor allem eine Erkenntnis gezogen habe: Vergiss die Leistung! Das Recht liegt in der Existenz. Das beruhigt schon etwas. Schön wäre es gewesen. Dies und das, aber Relevanz? Nein, relevant ist nie das Ziel, selbst vor der Etappe kommt der Weg. Ich habe mich oft gefragt, wie das so ist. Der Tod. Auch er kann mir ebenso keine Angst einjagen, weil er für mich schon aus logischen Gründen nicht existieren kann. Seit meiner Jugend berufe ich mir hierbei auf die Erkenntnis, dass ein Bewusstsein seinen eigenen Tod gar nicht erleben kann. Gedanken können nicht sterben, sie können höchstens einfrieren. Genau das stelle ich mir unter dem Tod vor. Ein ewiges Verharren im eigenen Bewusstsein. Da macht es schon wieder Sinn, etwas über Ethik nachzudenken. Ich finde diese Vorstellung auch für den Drang nach Gerechtigkeit annähernd befriedigend. Nur die Rache kommt zu kurz. Aber das sollte wohl unser Problem bleiben. Mit dieser Realität lebe ich nun schon zwanzig Jahre. Es hat mich offen für Religion gemacht: Jesus bekommt dadurch viel interessante Aspekte. Buddha dürfte es vielleicht geschafft haben, diesen mentalen Zustand der “Starre” zu durchleben und ist dadurch wirklich jemand der “erleuchtet” war. Konfuzius hilft über die Gefahr des Nihilismus hinweg. Es ist aber ebenso ein guter Begleiter durch philosophische und politische Diskussionen, weil es geht immer um Gegenwart, Aktion, Leben und Existenz. Für diese Idee brauche ich keine Gotteshäuser, keinen Priester, nicht einmal Gott. Nur Menschen, damit ich in der Starre - später in der Ewigkeit - nicht so allein bin.

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28.Feb. 380:Kaiser Theodosius ebnet dem Christentum den Weg zur Staatsreligion

by WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen

28.Feb. 380: Kaiser Theodosius ebnet dem Christentum den Weg zur Staatsreligion

Der römische Kaiser Theodosius ebnet dem Christentum den Weg zur StaatsreligionNahezu drei Jahrhunderte hindurch waren die Christen im Römischen Weltreich eine verachtete, verfolgte Minderheit. Erst das Toleranzedikt von 313 garantierte ihnen Religionsfreiheit und Gleichberechtigung. Im 4. Jahrhundert gefährdete allerdings der Streit um das Wesen Christi die Einheit der Kirche. Kaiser Theodosius I. beendete am 28. Februar 380 die Auseinandersetzung.

Autor: Herwig Katzer © WDR 2010