Durch eine grosse Brille scharf beobachtet
Ein Film der Hemden, Krawatten, Fliegen, Mäntel, Trenchcoats und vor allem Anzüge, die jedem Besitzer eines Vintage-Mode-Geschäfts den Mund wässrig machen dürften. Ein- und Zweireiher, mit Weste und ohne, Klassiker in leichter Lambswool oder Tweed, Stoffe im Nadelstreifen-, Nailhead-, Donegal-, Herringbone-, Shepherd’s-Check- oder Houndstooth-Muster. Herrlich! Das soll keineswegs heissen, die Akteure seien durchwegs elegant gekleidet und attraktiv. Im Gegenteil, der zuweilen schlecht sitzende Anzug, der konservative Griff in den Kleiderschrank stehen dann für die Phantasielosigkeit und das rechtschaffen fügsame Leben des Bürokratentums, in dem die schöne Agentenwelt erstickt. Paradebeispiel ist dafür Smileys an Hässlichkeit kaum zu überbietende Brille, die wohl wichtigste Requisite des Films – und natürlich ist sie zugleich Hinweis auf seine einschüchternde Beobachtungsgabe: bei solch fenstergrossen Brillengläsern kann einem ja nichts mehr entgehen.






