Jean Paul - Humor als Gabe des Herzens
Friedrich Nietzsche schmähte ihn als “ein Verhängnis im Schlafrock”. Arno Schmidt hingegen lobte ihn als “einen unserer Großen, (…) einer von den Zwanzig, für die ich mich mit der ganzen Welt prügeln würde”. Am 21. März 1763 wurde er als Johann Paul Friedrich Richter in Wunsiedel geboren.
Wie der Beat nach Deutschland kam. Die Anfänge der Popliteratur in der Bundesrepublik- 09.05.2010
von ZÜNDFUNK - Generator - Bayern 2
Im Amerika der 60er Jahre explodierte geradezu eine neue Literatur: in nur wenigen Jahren erschienen die Hauptwerke von Kerouac, Ginsberg und Burroughs. In Deutschland erfuhr man nur wenig davon. 1966 machte sich ein Student mit einem Fulbrightstipendium auf, seine Heroen kennen zu lernen. Er traf Burroughs, Ginsberg, Leute aus der Factory-Entourage und nannte sich Carl Weissner, damit seine Geldgeber nicht erfuhren, was er wirklich anstellte anstatt zu studieren. Heimgekehrt übersetzte er die Beatniks (und später Bukowski) hierzulande heimisch, denn nun sprachen sie kein Kathederdeutsch mehr, er zerschnitt Texte – die legendären cut ups - und gab die erste Tonbandzeitschrift heraus. Was ist übrig geblieben vom Beat? Und wo finden sich heute noch in der deutschen Literatur Spuren der Geschlagenen?
12. März 1950: Der Todestag des Schriftstellers Heinrich Mann
by WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen
12. März 1950: Der Todestag des Schriftstellers Heinrich Mann
Über den lebenslangen Bruderzwist im Hause Mann sind ganze Bücher geschrieben worden. Nur einmal, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, hatte der vier Jahre ältere Heinrich Mann die Nase vorn: mit seinem satirischen Bestseller “Der Untertan”. Die Linke entdeckte und vereinnahmte ihn von da an als engagierten Literaten. Doch nicht einmal der Welterfolg des Films “Der Blaue Engel”, gedreht nach seinem Roman “Professor Unrat”, konnte den Literaturnobelpreis für Bruder Thomas aufwiegen.
Autor: Christoph Vormweg © WDR 2010
Revolution in der Gutenberg-Galaxis
Sicher, wird man in der Verlagswelt vielleicht sagen. Demnächst also wird jeder Mist veröffentlicht, den wir bisher durch unsere sorgfältigen Qualitätskontrollen verhindert haben!
Nun – diese Kontrollen hat bisher erstaunlich viel Mist passiert, Bücher als Massenware, die sich entschieden weniger leicht entsorgen lassen als elektronische Impulse. Und vieles ist den Verlagen auf ihrer Jagd nach dem garantiert Verkäuflichen sogar entgangen.
Es muss nicht schaden, wenn sich in Zukunft der Prozess umkehrt: Gedruckt wird nur noch, was sich in seiner digitalen Form bereits bewährt hat – und auch nur, wenn der Leser es will. Was dann noch auf einem Büchertisch landet, ist es wert, ins Regal gestellt zu werden.
Back to books : Article : Nature
But if this exhortation is to have any traction, the effort and skill required to write a book needs to be rewarded in the career recognition of scientists who devote time to mastering the art to good effect — a recognition that is commonplace in the social sciences and humanities. It is time to bring the book back into the science mainstream. This needn’t be a mass movement: just a dedicated few, but more of them, could fulfil the reasonable hope that their books will inspire a new generation. And they should be encouraged to do so.
9. Januar 1890: Der Geburtstag von Kurt Tucholsky
by WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen
9. Januar 1890: Der Geburtstag von Kurt Tucholsky
Klein und dicklich, ein ausgeprägtes Doppelkinn, fleischige Hamsterbacken. Außer den ungeheuer wachen, tiefdunklen Augen deutet nichts darauf hin, dass sich hinter den schlaffen Gesichtszügen Kurt Tucholskys eine der schärfsten Zungen der Weimarer Republik verbirgt. Er veröffentlicht gesellschaftskritische Satiren und bitterböse Polemiken, schreibt für Theater und Kabarett und für das berühmte Wochenblatt “Die Weltbühne”. Als kritischer Zeitgeist, Sozialdemokrat, Pazifist und Antimilitarist, erkennt er schon früh die Gefahr, die von den Nazis ausgeht.
Autorin: Almut Finck © WDR 2010
Der Altar - Rundgänge, Umwege Einschlagen
by Peter Weiss
Der Altar - Rundgänge, Umwege einschlagen …
aus Peter Weiss - Ästhetik des Widerstands.
Lustig, ausgerechnet heute habe ich über den Unterschied von Anarchie und Kommunismus geredet und dann höre ich es bei der Busfahrt in meinem mp3-Player auf so poetisch, gespenstisch, schöne Art und Weise. Am Beginn eines wunderbaren Audio-Erlebnisses für die nächste Zukunft.
WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen: 9. Dezember 1964: Der Todestag der englischen Dichterin Edith Sitwell
by WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen
9. Dezember 1964: Der Todestag der englischen Dichterin Edith Sitwell
Ihre Erscheinung war mindestens so bekannt wie ihre Dichtung: Die englische Schriftstellerin Edith Sitwell galt als eine der exzentrischsten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Erkennbar aristokratisch, hochgewachsen, mit scharf vorstehender Nase, oft turbangeschmückt, immer mit Unmengen von Schmuck behangen, wurde sie zum Mittelpunkt jeder Gesellschaft - vor allem auch, weil sie ihre Mitmenschen gerne mit spitzzüngigen und boshaften Bemerkungen aufspießte.
Autorin: Jutta Duhm-Heitzmann © WDR 2009
Samuel Beckett hat sich bei seiner Performance “Not I” wohl etwas inspirieren lassen.