40 Tage

In einer Welt mit schwindender katholischer Einflußnahme ist ein protestantisches Protest-Nicht-Fasten wirkungslos. Es macht keinen Spaß mehr und daher werde ich das erste Mal in meinem reformatorischen Leben fasten.

Weil ich neugierig bin und weil es in nächster Zeit auch eine Notwendigkeit werden wird, werde ich zunächst auf Fleisch verzichten. Hier will ich vor allem auch wissen, inwiefern ich dazu in der Lage bin. Es wird mir nicht schwer fallen auf Alkohol zu verzichten, aber ich will es machen, weil es gesund sein wird.

Metaphysisch wird mein dritter Teil der Kur, weil hier will ich meinem Geist etwas gönnen: 40 Tage kein Facebook, Twitter und Instagram. Die Zeit, die ich mit diesen Nicht-Medien verschwende, will ich mit Lesen ersetzen und der Big-Tech-Blase will ich ihre Relevanz vor Augen führen: Sie besitzt nämlich keine.

Wer weiß, ob mir etwas abgehen wird und ich nach 40 Tagen überhaupt etwas ändern werde? Wir werden sehen.