40 days later

Jetzt war Ostern und die Fastenzeit vorbei und ja ich habe mich sehr wieder auf das Fleisch gefreut. Sonntag und Montag gab es Hendl, dann Schweinsbratwürstchen am Dienstag und Mittwochs folgte dann ein Kotelett. Aber jetzt sind meine Frau und ich unisono zum Schluss gekommen, dass wir es doch wieder so wie unsere Großelterngeneration handhaben wollen. Wieder so, wie es uns in der Fastenzeit so gut gefallen hat. Viele Gerichte ohne Fleisch und vielleicht ein Mal pro Woche etwas Besonderes. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so leicht fallen würde, auf Fleisch zu verzichten. Jetzt nach 4 Tagen “wieder Fleisch-Konsum” war es bei uns beiden so: Nee. Nicht wirklich. Find ich gut, dass man sich so ändern kann.

Und zum Sozialen: Facebook und Instagram gingen mir keinen Tag ab. Ich werde meinen Account daher gar nicht erst wieder richtig reaktivieren. Twitter hatte ich schon vermisst. Twitter werde ich auch weiterhin nutzen, aber mir geht es ähnlich, wie mit dem Fleisch: So richtig cool ist das Ding nicht mehr. Und jetzt, nach vier Tagen “wieder Twitter lesen” weiß ich auch, was mich so stört: Für mich war Twitter eine Nachrichtenagentur, eine Alternative zu klassischen Medien. Aber irgendwie ist meine Timeline mutiert und jetzt gibt es einen Aufreger und jede/r gibt seinen Senf dazu ab. Dieses Netzwerk ist kein Distributionskanal mehr, sondern ein Kaleidoskop des immer Gleichen. Enervierend. Langweilig. Mein Schluss dazu ist, dass ich auch hier die Fastenzeit weitertragen werde: Nachrichten auf Papier und Twitter bespiele ich, damit es etwas Abwechslung in eurer Blase gibt. Ist ja sonst nicht auszuhalten!