Postantropo

Serie POSTANTROPO
Eine Welt mit Spuren von Menschen, nachdem die Menschen gegangen sind.

s/w, Scan von Negativ 35mm, 2019

Ausgestellt in der Members Zone #1, SalzburgerKunstverein

Kenny

Sonntag Vormittag. Für mich untrennbar mit Dolly Parton & Kenny Rogers verbunden. In meiner Kindheit war ich am Wochenende bei meiner Mutter und am SO wurde geschlafen, bis auf Ö3 der “Tagträumer” gestartet hat. Wir blieben dann im Bett liegen und haben eine Stunde entspannte Musik gehört. Das war eine lange Zeit der Inbegriff von Entspannung für mich. “Islands in the Stream” war in dieser Sendung auf heavy rotation und damit ist für mich auch dieser Song der Inbegriff von Chill-Out. Ich habe zu der Zeit noch kein Wort Englisch verstanden, aber die Stimmen waren angenehm, das Arrangement war mitreißend und der Song anders als der Rest, der sonst so im Radio gelaufen ist. Country-Pop, das war damals schon etwas anderes. Ich mache mir nichts aus Country. Dolly Parton finde ich erst cool, seitdem ich letztes Jahr ein Feature auf Ö1 über sie gehört habe und Kenny Rogers habe ich danach auch aus den Augenwinkeln verloren. Jetzt aber wieder. Rest in Peace!

Dolly Parton & Kenny Rogers – Islands in the Steam ist mein Track des Tages.

King Krule

Ein starkes Lebenszeichen vom König aus England:

Das ganze Album ist super, Alone, Omen 3 hat es auf meine “Track des Tages” Playlist geschafft.

Corona

Wenn wir davon ausgehen, dass 50% der Weltbevölkerung mit dem Virus infiziert werden (jetzt mal nur so als Hausnummer), dann sind das 3.875.000.000 Menschen. Bei einer gering angenommenen Sterberate von 0,7% hieße das, dass CoV 27.125.000 Menschen auf dem Gewissen haben werden wird. 27 Mio. Denkt darüber nach, wenn ihr die gegenwärtig gesetzten Maßnahmen für übertrieben haltet.

(Relation: An der Spanischen Grippe verstarben zwischen 1918 und 1920 mind. 25 Mio. Menschen.)

40 Tage

In einer Welt mit schwindender katholischer Einflußnahme ist ein protestantisches Protest-Nicht-Fasten wirkungslos. Es macht keinen Spaß mehr und daher werde ich das erste Mal in meinem reformatorischen Leben fasten.

Weil ich neugierig bin und weil es in nächster Zeit auch eine Notwendigkeit werden wird, werde ich zunächst auf Fleisch verzichten. Hier will ich vor allem auch wissen, inwiefern ich dazu in der Lage bin. Es wird mir nicht schwer fallen auf Alkohol zu verzichten, aber ich will es machen, weil es gesund sein wird.

Metaphysisch wird mein dritter Teil der Kur, weil hier will ich meinem Geist etwas gönnen: 40 Tage kein Facebook, Twitter und Instagram. Die Zeit, die ich mit diesen Nicht-Medien verschwende, will ich mit Lesen ersetzen und der Big-Tech-Blase will ich ihre Relevanz vor Augen führen: Sie besitzt nämlich keine.

Wer weiß, ob mir etwas abgehen wird und ich nach 40 Tagen überhaupt etwas ändern werde? Wir werden sehen.